Marathon in Mannheim

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Am 31. Mai bin ich zum fünften Mal bei einem Marathon gestartet. Zum zweiten Mal das Heimspiel in Mannheim, nachdem ich einen Start am 27. April in Düsseldorf abgesagt hatte.

2014 hat ein neuer Hauptsponsor übernommen, außerdem wurde die Streckenführung geändert. Nach 8km wurde die SAP Arena durchlaufen, nach ca. 23km der Luisenpark und nach gut 40km der Schlosshof. Insgesamt wurde die Strecke dadurch aufgewertet, gleichzeitig mussten damit nur noch 9km durch Ludwigshafen gelaufen werden. Gut für die etwa 10% der Starter, die die gesamte Distanz gelaufen sind. So war auch über 42km die meiste Zeit gute Stimmung an der Strecke.

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Eine Zeit unter 4 Stunden habe ich im Vorfeld schon abgeschrieben. Ich plante mit 5:45-5:50/km loszulaufen, um unter 4:10 ins Ziel zu kommen. Schon vor der Halbmarathon-Marke war mir klar, dass es vernünftig war, nicht auf Biegen und Brechen auf 4 Stunden zu laufen. Eindeutig noch eine Nummer zu groß für mich.

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Die Passage durch die SAP Arena war weniger spektakulär als gedacht. Im Laufschritt wirkte die Arena von innen überraschend klein und es war auch ziemlich dunkel darin. Davor und danach waren allerdings viele Zuschauer, die für Stimmung sorgten. Ein Highlight war mal wieder Seckenheim. Die höchste Zuschauerdichte und beste Stimmung unterwegs. Schade eigentlich, dass der Abschnitt durch Seckenheim, zu Gunsten der neuen Streckenführung, gekürzt wurde.

Nach 2:03 bin ich über die Halbmarathon-Marke gelaufen. Die zweite Hälfte in max. 2:06 sollte machbar sein. Ich habe von da an darauf geachtet, unter 6 Minuten pro Kilometer zu bleiben.

Nach ca. 23km musste ich dann einen Boxenstop einlegen und begab mich in ein Dixi-Klo. Als ich fertig war, kam es fast zu einem Unfall. Ein paar Radfahrer waren so blöd, über den Gehweg zu fahren, auf dem die Toiletten aufgestellt waren. Zum Glück habe ich die Tür langsam geöffnet und konnte die Radfahrerin noch rufen hören. Das hätte uns beiden fast den Samstag versaut.

Kurz nach dem Zwischenfall ging es durch den Luisenpark und dann am Nationaltheater vorbei ein zweites Mal durch die Innenstadt. Dann wartete die unbarmherzige Kurt-Schumacher-Brücke. Dieses Jahr erst nach gut 27km, was den Aufstieg nicht einfacher macht ;-) Im Gegensatz zu vor zwei Jahren, habe ich aber den Laufschritt beibehalten und der Versuchung widerstanden zu gehen.

Auf der Brücke angekommen, war die Luft irgendwie raus. Ich hatte jetzt Probleme überhaupt noch unter 6:30/km zu bleiben. Das änderte sich auch nach dem Abstieg nach Ludwigshafen und weiter durch die Nachbarstadt nicht mehr. Meine Beine waren schon nach 30km ziemlich schwer und signalisierten mir eindeutig, jetzt nicht zu viel zu riskieren.

Ich habe mich jetzt darauf eingestellt, auch die 4:10 nicht mehr zu schaffen. Sei’s drum. Vernunft geht vor. Ich bin kein Profi und wollte unbedingt auch einen totalen Einbruch verhindern. Also konzentrierte ich mich auf einen möglichst gleichmäßigen und runden Laufstil. Das war auch ohne den Tempoaspekt schon schwer genug.

So kam ich dann ganz gut durch Ludwigshafen und auch zum zweiten Mal über die Brücke. Nach ca. 38,5km überwog dann die Vorfreude auf ein erneutes Marathon-Finish und es stand noch die Passage über den Schlosshof bevor. Ab da war dann auch nix mehr mit rundem Laufstil. Aber ich schaffte es weiter  noch deutlich unter 7:00/km zu bleiben und genoss den Rest des Laufs durch die Quadrate zurück zum Ziel am Wasserturm.

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Das Ziel erreichte ich nach 4:18:32. Erneut eine neue Marathon-Bestzeit. Die Zeit vom April 2013 um 9:43 Minuten unterboten. Der Marathon war wie immer ein großes Erlebnis. Der Lauf durch die eigene Stadt macht diesen Marathon außerdem besonders. Nächstes Jahr nehme ich aber wieder „nur“ die halbe Portion und laufe den Marathon ganz woanders.

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3 Kommentare zu „Marathon in Mannheim

    1. Nur keine Muse zum Bloggen derzeit. Aber die nächste Marathonvorbereitung kommt und dann auch wieder das Bloggen. Bin in den letzten acht Woche aber auch relativ wenig gelaufen, wegen Umzug und Rücken. Geht aber schon wieder aufwärts :-)

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