Der Weg zum Frühjahrsmarathon

Das war das Trainingstagebuch zu meinem zweiten Marathon, den ich am 8. Mai 2011 gelaufen bin. Den Bericht zum Marathon gibt’s hier: In der Wüste war ich noch nie – In Mainz schon

Ich nutzte einen 12-Wochen-Plan aus der Runners World (2 Wochen Puffer). Zielzeit 4 Std. 30 Min.

14. Woche – Hardcore-Tapering

Diese Woche habe ich mir Urlaub genommen. Erstens weil die letzte lange freie Phase schon länger zurück ist (Weihnachten) und außerdem auch, um die Zeit zur Entspannung vorm zweiten Marathon zu nutzen.

Dienstag: 7,2 km LaLa mit MRT-Einlage (6:27/km). Die vorletzte Laufeinheit vorm Marathon.

Am Donnerstag kommen dann nochmal 6 sehr ruhige Kilometer dazu. Das war’s dann mit der Vorbereitung auf den Novo Nordisk Marathon in Mainz am 8. Mai.

Die Wetterprognosen lassen leider sehr hohe Temperaturen erwarten. Nach aktuellem Stand kann ich die 4:30 abschreiben. Ich werde wohl langsamer und entspannter laufen, um zumindest das Minimal-Ziel 4:45 zu erreichen. Aber vielleicht meint’s der Wettergut auch gut und schickt wenigstens ein paar Wolken nach Mainz.

Wie schon vorm ersten Marathon, nervt mich diesmal auch die Nahrungsaufnahme ein wenig. Es ist schwer, einen so hohen Anteil an Kohlenhydraten (die Guten) aufzutreiben und in sich hineinzutreiben, um die Speicher zu füllen und voll zu halten.

Donnerstag: 6,2 km ruhiger DL (6:36/km). Letzte Einheit vorm Marathon. Ich denke die 4 langsamen Kilometer am Samstag knicke ich. Wird auch zeitmäßig etwas eng. Ende der Marathon-Vorbereitung nach 14 Wochen und 666km – wie sich das für einen Metal-Hörer gehört ;-)

13. Woche – Start Tapering – 40,5 km

Montag: 8,1 km ruhiger DL (6:27/km). Dieser Lauf diente dazu, den Lauftakt für den Marathon zu finden und sich daran zu gewöhnen. Das wird den ein oder anderen stutzig machen, da sich das nach Tempolauf im Tapering anhört. Ich erreiche das angestrebte Marathon-Tempo allerdings bereits im Belastungsbereich der ruhigen Dauerläufe (75-80% MHF). Die längste Zeit unter 75%. Ein schnellere Tempo für den Marathon ist trotzdem, nach den bisherigen Ergebnissen und Eindrücken, nicht realistisch. Gerne lasse ich mich beim Marathon positiv überraschen. Aber an der 4:30 als Ziel werde ich nichts mehr ändern. Keine Experimente mehr. Als Ausnahmen vom Marathon-Takt sind noch der Mittwoch (10 km Fahrtspiel) und der Freitag (15 km LaLa) geplant.

Mittwoch: 10,0 km Fahrtspiel (6:03/km). Ein wenig Abwechslung kann vorm Marathon nicht schaden. Zwischen 4:45 und 7:00/km war alles dabei. Noch 11 Tage und weniger als 40 Trainingskilometer bis zum Marathon.

Freitag: 15,2 km LaLa mit MRT-Einlage (6:27/km). Nochmal ans Marathon-Tempo gewöhnen. Jetzt startet das Tapering so richtig. Noch 9 Tage.

Sonntag: 7,2 km LaLa (6:46/km, Puls 66%).Gemütlich um Flughafen, Maimarkt-Gelände und SAP-Arena gerollt. Nur noch 7 Tage und 17 Kilometer bis zum Marathon.

12. Woche – 47,8 km

Dienstag: 7,6 km REKOM (7:04/km). Noch leichte Pein im Bein. Deswegen vorsichtig den REKOM-Joker gezogen. Zum ersten Mal in dieser Vorbereitung. Es hat sich aber gelohnt und die Muskulatur war nach dem Lauf lockerer als vorher. Gut so, denn morgen warten die letzten Intervalle dieser Vorbereitung.

Mittwoch: Intervalle à 3-6-9-6-3 Minuten. Tempo etwa 4:50/km. Puls 85-90%, in Spitzen bis 95%. Mit Ein- und Auslaufen insgesamt 11,5km (5:58/km). Schneller werde ich vor diesem Marathon nicht mehr ;-) Das war’s vorerst mit den Tempospritzen. Samstag wartet der letzte Lange.

Meine Intervallkampfbahn

Samstag: 28,7 km LaLa (6:51/km, Puls 72%). Der letzte Lange dieser Marathon-Vorbereitung artete zur Hitzeschlacht aus. Nachmittags wieder zu Hause zeigte das Thermometer 30,6 Grad an. Bis 23 km lief alles gut. Zwar sehr warm aber Puls und Pace im Rahmen. Die Pace so um die 6:45/km und der Puls dabei unter 70%.

Dann aber machte sich die Hitze schlagartig bemerkbar. Puls 5-10 Schläge hoch und die Pace in den Keller. Ca. 80% des Laufs in der prallen Sonne waren irgendwann zu viel. Aber ich sehe das auch als Härtetest für Mainz. U.U. erwarten uns dort ähnliche Verhältnisse.

Die Strecke war nochmal ein Highlight zum Abschluss. Sie führte uns auf dem Radweg und Rhein-Damm entlang von Ludwigshafen nach Speyer bis zum Dom und einem kühlen Brunnen.

Jetzt startet das Tapering. Der letzte kleine Härtetest folgt am Freitag mit 15km im MRT. Wobei Härte relativ ist, da Trainings- und Marathon-Pace bei mir relativ nah zusammen liegen. Etwa 15-20 Sekunden Unterschied.

11. Woche – 61,6 km

Montag: 8,8 km ruhiger DL (6:19/km). Wieder frühsommerlich und angenehm am Abend. Passend zu den Intervallen morgen, werden am Dienstag 10 Grad weniger mit Schauern erwartet.

Noch knapp vier Wochen bzw. 27 Tage bis Mainz. Die Endphase der Vorbereitung beginnt.

Dienstag: 10,1 km Irgendwas (5:49/km). Ein ganz schlechter Lauf, der erste schlechte in dieser Vorbereitung. Mund abwischen und weiter. Eigentlich sollten es Intervalle werden – 5×4 Minuten bei ca. 4:45/km, plus E/A ca. 10 km. Nach dem dritten Intervall habe ich abgebrochen, da ich nicht wirklich in Fahrt kam. Der kalte Wind stütze die Entscheidung ;-) Die verbleibenden Kilometer habe ich dann als Fahrtspiel „abgespult“, um wenigstens ein bisschen für Trainigsreize in Richtung Tempo zu sorgen.

Donnerstag: 12,3 km ruhiger DL (6:26/km). 10 km davon im MRT zwischen 6:20-6:30/km.

Sonntag: 30,4 km langer DL (6:45/km). Das war der zweite und damit letzte 30er dieser Vorbereitung. In der ersten Hälfte habe ich noch etwas gebummelt. In der zweiten habe ich mich dann mit kleineren Tempoverschärfungen dafür bestraft :-) Unter Berücksichtigung des Tapering, dass am nächsten Wochenende eingeläutet wird, bin ich guter Dinge, dass es dieses Mal erst ab 33+x km richtig hart wird im Marathon. Die 4:30 kann ich mir noch nicht ganz vorstellen. Aber bis dahin gibt’s ja noch ein paar Trainingskilometer und dann ausgiebiges Tapering. Die Reihe der langen Läufe beende ich dann am nächsten Wochenende mit 24-26 km, 15 Tage vorm Marathon in Mainz.

10. Woche – 61,4 km

Montag: 11,1 km Fahrtspiel (6:09/km). Bestes Wetter und nach einer kilometermäßig kurzen Woche und zwei Tagen Pause alles sehr geschmeidig. Das Micro-Tapering hat seine Wirkung gezeigt und war ganz gut vor der Endphase der Vorbereitung.

Dienstag: 10,1 km ruhiger DL (6:38/km). Sehr ruhiger Ruhiger und sehr entspannend. Bei einer durchschnittlichen Herzfrequenz von 68% lag die Pace immerhin noch bei 6:38/km. Und das, obwohl ich auch noch zwei Hundehalter zusammenfalten musste ;-)

Donnerstag: 10,1 km ruhiger DL (6:30/km). Temperaturrekord für dieses Jahr. Beim Start um 19:15 hatten wir hier noch 23 Grad. Dazu wehte ein laues Lüftchen. Beste Bedingungen für einen lockeren Lauf. Am Samstag dann der größte Brocken der Vorbereitung. Das bisherige Wochenpensum an einem Stück. 30er LaLa. Der erste von zwei geplanten.

Samstag: 30,1 km langer DL (6:46/km, Puls 72%). Zu viert ging’s dieses Mal wieder am Neckar entlang. Die große „Hausrunde“. Gut drei Viertel in der Sonne. Die Wärme machte sich stark bemerkbar (Pace etwas langsamer als sonst), zu heiß war es aber noch nicht. Das Gebälk hält und auch diese Steigerung fühlte sich an wie die letzten vier. Vorm Marathon stehen jetzt noch ein 30er und ein Lauf über ca. 25km an. Noch vier Wochen bis Mainz.

Umfangmäßig war das eine Rekordwoche und damit noch mal eine Steigerung zur 8. Woche. Über 61km in einer Woche bin ich noch nie gelaufen.

9. Woche – 36,9 km

Es sind noch 6 Wochen bis zum Marathon. Den Puffer von zwei Wochen mussten wir noch nicht beanspruchen. Das lässt nach aktuellem Stand noch Raum für zwei zusätzliche „Lange“. Die mache ich eh am liebsten.

Dienstag: 8,9 km ruhiger DL (6:25/km). Mittlerweile hat es sich so eingependelt, dass der ruhige Lauf dem theoretischen Marathon-Tempo entspricht. Die Herzfrequenz liegt dabei durchschnittlich bei etwa 72-73%. Auf der kurzen Distanz. Auf die Dauer steigt der Puls durch die Belastung ja an. Ich denke aber mal, dass die Zielsetzung für den Marathon – auch für den Genussläufer ;-) – ziemlich realistisch ist.

Mittwoch: 13,0 km mit Intervallen (5:50/km). 5 Intervalle à 6 Minuten, bei einer Herzfrequenz von 85-95% und einem Tempo zwischen 5:00-4:30/km. So lange Intervalle habe ich noch nie gemacht. 6 Minuten sind schon eine Marke. Aber ich habe das gut verkraftet und bis auf den letzten hat’s auch Spaß gemacht :-)

Freitag: 15,0 km ruhiger DL (6:29/km). Urlaubstag für einen ruhigen Grundlagenlauf genutzt. Die Intervalle vom Mittwoch machten sich noch leicht bemerkbar.

Das war’s dann auch für diese Woche, die ich kilometermäßig mal zur Regeneration nutze. Nächste Woche stehen dann wieder ca. 60 km an und der längste Lange der Vorbereitung mit 30 km.

8. Woche – 60,3 km

Dienstag: 8,5 km ruhiger DL (6:20/km). Die neue Forerunner 305 ist da. Nach einer Woche ohne Helm und ohne Gurt, jetzt wieder mit Pulsgurt und voller Trainingskontrolle.

Mittwoch: 14,3 km mit Tempospritzen (5:53/km). Heute stand mal wieder ein Intervalltraining an. 10×3 Minuten mit jeweils 3 Minuten Trabpausen dazwischen. Die Intervalle bei 4:45-4:30/km und 85-95% MHF. Bei idealen Wetterbedingungen hat es Spaß gemacht, wie noch nie.

Unterwegs habe ich mal ein Foto von meiner Lieblingsbrücke gemacht.

Die schönste Laufbrücke Mannheims (zumindest bei Dunkelheit). Die Brücke am Collini-Center in Mannheim.

Freitag: 9,3 km im MRT (6:28/km). Ganz locker und zum ersten mal richtig frühlingshaft. 19 Grad um 18 Uhr, wobei man die hohe Temperatur auch schon riechen konnte. Der Frühling ist da, im Rhein-Neckar-Dreieck.

Sonntag: 28,2 km LaLa (6:42/km, Puls 70%). Wieder einmal großes Glück mit dem Wetter. Laufen zwischen 12 und 18 Grad. Dieses Mal sind wir mit der S-Bahn nach Heidelberg gefahren. Am Hauptbahnhof gestartet und am Neckar entlang zurück nach Mannheim. Wieder mal sehr frühlingshaft. Einiges Gewächs ist schon fleißig am Blühen. Hier ein paar Eindrücke von der Strecke.

Kilometermäßig war das die Königswoche der Vorbereitung. Aufhängung und Gebälk haben das sehr gut verkraftet.

7. Woche – 54,8 km

Dienstag: 9,3 km ruhiger DL (6:10/km). Der Halbmarathon-Wettkampf vom Sonntag steckte mir noch etwas im Gebälk. Außerdem hat sich meine Forerunner 305 verabschiedet. Gut, dass ich noch die alte Uhr habe.

Donnerstag: 11,0 km Fahrtspiel (6:18/km). Ohne Pulsmessung. Beim alten Ersatzgerät ist der Brustgurt kaputt. Materialmäßig eine katastrophale Woche.

Freitag: 8,0 km ruhiger DL (6:25/km). Heute Stand das zweite paar Testschuhe von Brooks auf dem Prüfstand. Einen Testbericht dazu wird es nicht geben. Das ist ganz und gar einfach nicht mein Schuh und so wäre das Urteil zu subjektiv.

Sonntag: 26,2 km LaLa (6:40/km). Optimale Bedingungen beim Start um 10:15. Strahlender Sonnenschein, 8° und Windstille. Heute wieder zusammen mit Kumpel Dejan, der den gleichen Trainingsplan hat. Alles in allem ein sehr kurzweiliger und perfekter langer Lauf am Neckar in Mannheim. Dieses Mal wieder die Hausstrecke: Neuhermsheim -> Neuostheim -> Ilvesheim -> Ladenburg -> Edingen -> Seckenheim -> Neuostheim -> Neuhermsheim.

6. Woche – 48,8 km

Dienstag: 8,6 km ruhiger DL (6:25km). Ein fast schon frühlingshafter Start in die Wettkampfwoche (Sonntag Lufthansa-Halbmarathon Frankfurt). Bei 11 Grad ging’s um 18:45 los. Das ist einer der Vorzüge des Lebens im Rhein-Neckar-Dreieck – der frühe Frühling. Es kamen sogar schon die ersten Jogger aus ihren Löchern :-)

Mittwoch: Heute das, was auf jeden Speiseplan gehört, aber nicht jedem schmeckt: I-n-t-e-r-v-a-l-l-e! Der Plan sah mal wieder eine Tempospritze vor. 5×3 Minuten mit jeweils 3 Minuten Trabpausen. Die Intervalle gingen gut vom Fuß, die Geschwindigkeit lag jeweils bei 4:30-4:45/km, der Motor lief bei jeweils 85-95%. Insgesamt 9,4km (6:01/km).

Achterbahn durch die Belastungszonen


Donnerstag: 4,4 ruhige Kilometerchen ums Haus (6:01/km). Tapering vor dem Wettkampf am Wochenende. 2km im Tempo für die erste Hälfte des Halbmarathon, 1km im Tempo für Hälfte zwei, umzingelt vom Ein- und Auslaufen.

Samstag: 5,3 km ruhiger DL (6:17/km). Morgen dann der Halbmarathon.

Sonntag: Lufthansa Halbmarathon in Frankfurt in 2:04,07. Die PB um 4 Minuten und 16 Sekunden verbessert. Aber trotzdem nicht ganz zurfrieden ;-)

5. Woche – 55,2 km

Montag: 8,6 km lockerer DL (6:11km). Davon 4,5 km im Anfangstempo für den Halbmarathon am 13.03. Bei Puls 75-80% bin ich die Kilometer zwischen 5:40 und 5:50 gelaufen. Es lief besser, als erwartet. Die angestrebten 2:05 Std. korrigiere ich mal nicht nach unten, dürften aber nach aktuellem Stand deutlich zu unterbieten sein.

Dienstag: 14,1 km ruhiger Lauf (6:30/km) mit 10 km im MRT (6:20-6:30/km). Morgen Pause, Donnerstag ruhig und kurz. Am Samstag dann der große Wurf der Woche. 24 km zu dritt in Frankfurt vorm FCK-Spiel bei der Eintracht.
Donnerstag: 8,6 km lockeres Fahrtspiel quer durch das Belastungsbeet (6:10/km). Die Beine waren noch etwas schwer. Laut Plan wird das die umfangreichste Woche mit gut 55 km. Am Samstag steht ein Triathlon an. Morgens der Lange über 24km zu dritt. Nachmittags das FCK-Spiel in Frankfurt und abends Burger und Bier ;-)

Samstag: 24,1 km LaLa in Frankfurt an der Nidda entlang (6:44/km, Puls 73%). Zum ersten Mal einen langen Lauf zu dritt absolviert. Es war überhaupt erst mein zweiter langer Lauf, den ich nicht alleine gelaufen bin. Es war ein perfekter Langer und außerdem so schnell wie noch nie über eine so lange Distanz.

Danach ging’s dann in die Commerzbank-Arena, wo der FCK leider zwei Punkte verloren hat. Im Duell Not gegen Elend war man zwar die bessere Mannschaft, aber man konnte noch nicht mal das leere Tor treffen… Und nach dem Spiel wurden dann im „Chicago Meatpackers“ die Speicher fachgerecht mit einem großen Burger und Pommes wieder aufgefüllt.

4. Woche – 50,9 km

Montag: 7,6 km ruhiger DL (6:31km). Man könnte meinen ich war auf dem Laufband: 6:25, 6:26, 6:27, 6:25, 6:24, 6:24. Das waren die km 2-7 heute :-) Und damit eine neue PB in meinem Trainingsspiel. Möglichst viele Kilometer am Stück in einer Pace +/- 5 Sekunden zu laufen. Gerade für die ruhigen und kurzen Läufe braucht man Abwechslung ;-) Die 20,4 km von gestern sind gut verdaut.

Mittwoch: 8,3 km mit Tempospritzen (6:11km). Zwischen Ein- und Auslaufen lagen heute 10x 1:30 Min. „zügiger Dauerlauf“ (85-88% MHF). Dazwischen jeweils 1 Minute Trabpause. Die Tempoabschnitte bin ich jeweils zwischen 4:30 und 5:00 Min. gelaufen. Solche Tempoeinheiten sind eigentlich ganz angenehm, weil nicht so extrem fordernd wie Intervalltraining sind.

Donnerstag: 12,0 km (6:36km). Zwischen Ein- und Auslaufen lagen heute 8 km im MRT, das bei mir zwischen 6:25-6:30/km liegt. Lief gut und gleichmäßig. Am Samstag wartet der nächste Lange. Dieses Mal 22 km.

Samstag: 23,0 km (6:52km, Puls 73%). Einen Kilometer habe ich draufgepackt. Gegen- und Seitenwind haben mich schon etwas gebremst und zermürbt. Insgesamt aber ein guter Lauf bei 7 Grad und ziemlich viel Sonne rund um den Neckar. Die Verbrennungsumschaltung setze etwa bei km 21 ein. Die Glycogen-Speicher scheinen sich wieder ein wenig zu vergrößern.

3. Woche – 46,1 km

Dienstag: 8,2 km ruhiger DL (6:20/km). Die Muskulatur erinnerte mich nochmal an die zurückliegende Tempowoche. Die Adduktoren waren noch ein wenig angespannt. Auch bei den anschließenden Kräftigungsübungen knirschte es noch ein wenig im Gebälk.

Mittwoch: 9,0 km ruhiger DL (6:20/km). Die Tempowoche ist weggesteckt. Morgen ein Tag Pause. Am Freitag muss ich das Fahrtspiel auf den Morgen verlegen. Am Sonntag wartet der Höhepunkt der Woche. Der LaLa mit 20km.

Freitag: Morgenstund… 8,5km Fahrstpiel (6:14/km) um 7 Uhr. Man sollte einfach öfter vor der Arbeit laufen. Nur in der Regel würde das bedeuten, dass der Wecker um 6 Uhr klingelt. Das verstößt aber gegen meinen Genussgrundsatz beim Laufen: Genuss über Missbrauch ;-) Und deswegen bleibt es vorerst bei den seltenen, aber immer wieder erfrischenden Erlebnissen im Marathon-Training.

Sonntag: 20,4 km LaLa (6:47/km, Puls 73%). Der lange Lauf diesmal in der Heimatstadt Kaiserslautern. Zum einen schön und voller Erinnerungen. Auf der anderen Seite aber ein harter Lauf. 1 Grad und leichter Schneefall und die häufigen Steigungen ließen mich keinen guten Rhythmus finden. Mit insgesamt 250 Höhenmetern kann man nicht gerade von einem Berglauf sprechen. Aber ich bin es nicht mehr gewohnt. Meine Berge sind mittlerweile die Dämme an Rhein und Neckar in und um Mannheim ;-) Einfach abhaken und für die Grundlagenausdauer buchen.

2. Woche – 42,2 km

Dienstag: 10,7 km lockerer Dauerlauf (6:17/km). Gleich nochmal die neuen Schuhe, die auch etwas schneller überzeugen. Heute Abend glaube ich noch nicht an die morgigen 10 km mit Zwischensprints. Aber der Plan hat Recht und wird eingehalten. Umbauen muss man eh noch genug.

Mittwoch: 10,5 km ruhiger DL mit Zwischensprints (6:31/km). Nach 18,5 am Sonntag und 10,7km gestern war das heute ein harter 10er. Die Zwischensprints bin ich dabei mit 3:45-3:30/km gelaufen. Wobei mir das Wort Sprint in meinem Tempobereich komisch vorkommt ;-) Die Top-Marathon-Läufer laufen noch schneller 42km lang. Unvorstellbar.

Freitag: Trainingsplanschiebung. Terminbedingt. Der heutige lockere 6km-Lauf wird auf Sonntag geschoben. Morgen schon der 10km-Tempolauf. Sonntag dafür den ein oder anderen ruhigen Kilometer mehr.

Samstag: Heute Stand der Höhepunkt der „Tempowoche“ an. Ein 10km-Testlauf. Ein Wettkampf in der Nähe hat sich leider nicht angeboten. Trotzdem reichte es für eine (inoffizielle) PB auf 10km. 52:15 Minuten. Die bisherige Bestleistung lief ich am 1. Mai 2010 in 53:20. Gesamt waren es heute 11,5km in 5:25/km. Für die anvisierten 4:30 Stunden für den Marathon reichen 56-57 Minuten auf 10km. So gesehen also alles deutlich im grünen Bereich.

Sonntag: 9,5km im MRT (6:22/km, Puls 74%). Das gute Wetter musste ausgenutzt werden und so wurden es 3km mehr als vorgesehen. Das Wochenende war optimal gelaufen. PB über 10km (wenn auch inoffiziell) und Sonnenschein bei über 10 Grad am Rhein.

1. Woche – 47,5 km

Dienstag: 8,3 km lockerer Dauerlauf (6:16/km). Startschuss in die Marathon-Vorbereitung. Und gleich macht sich wieder eine Mischung aus Konzentration, Vorfreude, Demut und Respekt breit. Motivation 100%.

Mittwoch: 10,4 km Fahrtspiel (6:19/km). Anstrengend, aber abwechslungsreich. Auch dieses Mal wieder brav die Kräftigungsübungen gemacht. Damit habe ich die letzten 8 Wochen ausgesetzt, was sich doch bemerkbar macht. Merke: Immer schön regelmäßig die Kräftigungsübungen machen.

Freitag: 10,2 km ruhiger Dauerlauf (6:30/km). Vorm Stammtisch noch schnell den im Plan vorgesehenen 10km-Lauf abgespult. Bier verdient.

Sonntag: 18,6 km langer Lauf (6:35/km). Bei dieser Gelegenheit habe ich die neuen Schuhe eingelaufen. Die Triumph 8 von Saucony sitzen perfekt und scheinen mir evtl. sogar noch besser zu liegen als die Dyad 6 von Brooks, mit denen ich den ersten Marathon gelaufen bin.

Advertisements

5 Kommentare zu „Der Weg zum Frühjahrsmarathon

  1. Mit deinem Plan schainst du ja auf einem guten Weg zu sein. Ich hätte mir auch mal 2 Wochen Extra-Zeit einplanen sollen. Irgendwie häng ich diese Woche durch…
    Bin auf weitere Berichte zum Training gespannt.
    Viel Spaß beim Weiterlaufen!

  2. Hallo Din, bei Dir war ich vorhin auch kurz ;-) Von Deinem Pensum und Tempo bin ich noch Lichtjahre entfernt. Aber es läuft gut und wie vorm ersten Marathon habe ich nur Spaß dabei. V.a. musste ich noch nie einen Langen bei schlechtem Wetter machen. Vielleicht muss ich mich aber für Nummer 3 noch ein bisschen mehr quälen ;-) Aber erst mal in die Nähe der 4:30 kommen.

  3. Meinen ersten Marathon bin ich auch um die 4:45 gelaufen, einfach nur aus Spaß, um mal zu schauen, wie es so ist. Nun wird Wien mein vierter und ich freue mich noch genauso, wie bei meinem ersten, auch wenn das Training härter ist.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s