Test: Brooks Ghost 3

Blickfang: Die Rückseite gar nicht geisterhaft

Auf dem Prüfstand standen dieses Mal die Ghost 3 von Brooks. Ich habe mich vor einigen Wochen bei Brooks als Testläufer beworben. Letzte Woche wurde die Lieferung komplettiert.

Die Ghost 3 machen den Auftakt der kleinen Testreihe.

Nach zwei Läufen hier mein Testbericht. Zunächst aber eine kleine Zusammenfassung des Herstellers:

Mit einer unterstützenden Dämpfung, einer neutralen Stabilität und einer Passform, die Dir Führung gibt und Tempoläufe begeistert annimmt, ist dieser Schuh entwickelt worden, um deinen bisherigen besten Lauf zu erschrecken.

Jetzt aber weiter mit dem persönlichen und subjektiven Eindruck von der Strecke.

Daten und Fakten
  • Neutralschuh
  • Gewicht: 395g (bei Testgröße US14/49); Herstellerangabe 315g
  • Weite: D (was auch immer das heißt; mir passt er)
  • Gebogener Leisten
  • Entkoppelte Zwischensohle
Design (9/10)

Lang, kontrastreich und schön

Der Ghost 3 trifft meinen Geschmack voll. Auch wenn Laufschuhe eigentlich nie wirklich gut aussehen ;-) Die Kombination von Weiß, Rot und Schwarz sorgt für schöne Kontraste. Was mir bei Brooks generell auffällt – auch bei den Textilien – ist die ausgeprägte Liebe zum Detail. So auch z.B. die Abbildung eines Läufers unten auf der Sohle. Mich überzeugt v.a. auch die oben gezeigte Rückansicht.

Liebe zum Detail

Passform (8/10)

Reinschlüpfen und wohl fühlen

Auch hier das, was ich mir von diesem Laufschuh erwartet habe. Reinschlüpfen und wohl fühlen. Das bin ich bei Brooks gewöhnt. Nicht zu breit und nicht zu schmal. Ganz wichtg für mich bei Größe 49 in Laufschuhen und nicht gerade zierlichen Plattformen. Das Material ist flexibel genug, die Nähte sauber gearbeitet. Auch die Einstiegsluke ist eine Designstudie in sich. Abzüge gebe ich dem etwas gewöhnungsbedürftigen erhobenen Stand, der der ausgeprägten Dämpfung des Ghost 3 geschuldet ist. Eine etwas weichere aber dafür dünnere Sohle im Fersenbereich könnte das Problem lösen. Beim Laufen aber hat mich das nicht beeinträchtigt.

Dämpfung (7/10)

Hier habe ich mir durch die Optik des Schuhs etwas mehr erwartet. Zwar wirkt er optisch stark gedämpft. Aber vergleiche ich das z.B. mit meinen Saucony Triumph, sind die im Gegensatz dazu deutlich weicher, obwohl flacher. Aber das ist kein größeres Problem, denn es kommt auch auf den Einsatzzweck an. Passende Laufeinheiten finden sich genug (s. Einsatzgebiete).

Komfort und Abrollverhalten (9/10)

Die perfekte Verarbeitung, das flexible Material und die gute Lüftung lassen den Schuh eins werden mit den Füßen. Ein angenehmes und unaufdringliches Laufgefühl, das trotz hoher Stabilität den Fuß nicht zu sehr führt. Der gebogene Leisten verleiht dem Schuh durch ein schnelles Abrollverhalten eine gewisse Dynamik.

Einsatzgebiete (ohne Wertung)

Für mich ist der Ghost 3 nichts für den langen Lauf. Aber sehr wohl ist er optimal für kurze bis mittellange Einheiten (8-15km). Bei meiner LaLa-Pace von ca. 6:40/km ist er mir auf die Dauer zu hart. Seine Stärken spielt er bei mir so ab 6:15 aber aus. Ab diesem Bereich ist der Ghost 3 für mich ein perfekter Laufschuh.

Fazit (8/10)

Rechnerisch zwar 8,25 Punkte. Die Dämpfung spielt für mich allerdings eine wichtige Rolle. Außerdem sollte es eine glatte Zahl sein ;-) Im Endeffekt ein sehr guter Laufschuh, der meine hohen Ansprüche an Brooks (mein vierter) voll erfüllt!

Der Ghost 3 ist für mich ein perfekter Begleiter durch das Marathon-Training. Allerdings als Werktags-Schuh. Die langen Läufe am Wochenende gehören meinen Dyad 6 (auch von Brooks) und den Saucony Triumph 8 (mein Testbericht zu den Saucony). Für mich ein idealer Schuh im höheren Tempobereich von mäßig schnell (6:15/km) bis schnell (5:15/km). Für lockere Dauerläufe und Tempoeinheiten ist er damit bei mir gesetzt.

Weitere Infos

Christian Brenner hat den Ghost 3 bereits letzten Sommer einem ausführlichen Test unterzogen. Hier die Herstellerinfos: Ghost 3

Zum Schluss der Dank an Brooks, die Läufern kostenlos Laufstoff zur Verfügung stellen, daran aber keine gesonderten Bedingungen knüpfen (außer natürlich einem kleinen Testbericht). Laufen, testen und im Idealfall Spaß haben. In diesem Sinne: Run happy ;-)

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